Überzeugungsrede statt Rechthaberrede

mn-05-400Für wen halten Sie eigentlich eine Überzeugungsrede? 

Doch für die Leute, die nicht Ihrer Meinung sind. Und wie gehen Sie dabei vor?
Viele verfahren nach dem Prinzip: „Ich habe Recht, Sie haben Unrecht. Und ich sage Ihnen jetzt, warum.“ Das klingt nach einer schlüssigen Rede mit zwingender Logik. Nur – überzeugen werden Sie niemanden damit.
Denn was Sie da halten, ist keine Überzeugungsrede, sondern eine Rechthaber-Rede. Und mit der richten Sie gar nichts aus. Niemand mag sich anhören, dass er falsche Ansichten hat. Sie selbst doch auch nicht, oder? Dann schalten wir lieber ab und halten den Redner für arrogant und inkompetent.
Wenn Sie jemanden überzeugen wollen, dann sollten Sie sich in ihre Position versetzen. Und seine Ansichten dürfen Sie nicht schlecht machen. Dass er sie hat, dafür gibt es Gründe. Gut, wenn Sie diese Gründe kennen – und anerkennen.
Betonen Sie Gemeinsamkeiten, äußern Sie Verständnis, bahnen Sie dem andern einen Weg zu der Ansicht, von der Sie ihn überzeugen möchten. Auch wenn der andere Ihnen nicht gleich zustimmt. Er weiß aber zumindest, dass es da eine Verbindung gibt. Und diese Verbindung ist die Brücke, die Sie brauchen, damit der andere bereit ist, Ihnen schließlich zu folgen.